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Drei und Ericsson testen W-Band-Frequenzen in Städten.

26.03.2025 09:00, Quelle: Drei.

Ericsson und Drei Österreich arbeiten gemeinsam an der Verbesserung der städtischen 5G-Konnektivität, indem sie W-Band-Frequenzen (100 GHz) testen. Ihr Ziel ist es, die Nutzung von Mikrowellenverbindungen im Hochfrequenzband insbesondere in dichtbesiedelten Gebieten unter Beweis zu stellen und so den Weg für fortschrittliche technologische Lösungen in städtischen Umgebungen zu ebnen.

Die beiden Partner haben vor kurzem einen Feldtest der W-Band-Mikrowellentechnologie abgeschlossen. Sie haben dabei erfolgreich deren Potenzial als Backhaul-Lösung mit hoher Kapazität in urbanen Gebieten nachgewiesen, wo E-Band-Netzwerke (60-90 GHz) an ihre Grenzen stoßen könnten.
In dicht besiedelten Ballungsräumen, wo die Transportnetze mit sehr hohen Kapazitätsanforderungen konfrontiert sind, profitieren Endnutzer von einer verbesserten 5G-Leistung durch den Einsatz der W-Band-Technologie als Ergänzung zum bestehenden E-Band-Spektrum. Diese Erweiterung kann die Internetgeschwindigkeiten für HD-Streaming, kürzere Gaming-Latenzzeiten sowie schnellere Downloads und Uploads erhöhen. Darüber hinaus wird die erhöhte Bandbreitenkapazität neu entstehende Anwendungen und Dienste unterstützen, wie etwa die Nutzung von IoT-Geräten in Smart Homes. Damit wird auch dem wachsenden Datenbedarf in Großstädten entsprochen.

Wenceslao Garcia de Otazo, Head of Transmission bei Drei: "Dank der Erfassung präziser Felddaten zu Regen, Temperatur und verschiedenen Verbindungs-Indikatoren wie Empfangssignalpegel und Modulationsprofil, konnten wir die Prognosen der Ausbreitungsmodelle bei 100 GHz mit dem tatsächlichen Verhalten der Verbindung bei unterschiedlichen Wetterbedingungen verifizieren. Nach dieser Machbarkeitsbestätigung sind wir zuversichtlich, dass W-Band-Mikrowellenverbindungen eine zuverlässige und sehr leistungsstarke Lösung zur Anbindung unserer 4G/5G-Standorte darstellen."

Mit Frequenzen zwischen 92 und 115 GHz bietet das W-Band neues, freies Spektrum, das die E-Band-Netzwerke ergänzt. Das gilt insbesondere in dicht besiedelten urbanen Gebieten, wo es zu einer Frequenzüberlastung kommen kann. Dies trägt dazu bei, die Transportnetzkapazität zu erweitern und den wachsenden Datenbedarf zu decken. Der Test, der im kommerziellen Drei Netz mit Ericssons W-Band-Mikrowellen-Prototypen durchgeführt wurde, zeigte, dass die Technologie selbst bei starkem Regen ultraschnelle drahtlose Kommunikation unter realen Bedingungen liefert.

Mikael Öhberg, Head of Microwave Systems, Business Area Networks, bei Ericsson: "Der erfolgreiche Test der W-Band-Technologie bietet Serviceanbietern neue Möglichkeiten zur Verbesserung ihrer Mikrowellennetzwerke und zur Behebung von Netzüberlastungen in Städten. Das W-Band ist in der Lage, die erforderliche Kapazität bereitzustellen und zu unterstützen, wenn das E-Band an seine Grenzen stößt. Dies gewährleistet eine zuverlässige Konnektivität und ein nahtloses Nutzererlebnis."

Dieser erfolgreiche Pilotversuch unterstreicht das Engagement von Ericsson und Drei, innovative Lösungen zu entwickeln, die das Kundenerlebnis verbessern und die digitale Konnektivität vorantreiben.